Verlagerung des PCs an einen anderen Ort

Auch wenn diese Möglichkeit der Geräuschreduktion sicher nicht für jeden Einsatzzweck in Frage kommt, soll sie in diesem Beitrag nicht unerwähnt bleiben. Man kann das Geräusch eines Computers auch reduzieren, indem man eine ausreichend große Entfernung zwischen seine Ohren und die Geräuschquelle bringt.

Eine Möglichkeit ist es — eine entsprechend gestaltete Wohnung mit dem notwendigen Platz vorausgesetzt — den PC selbst in einem anderen Raum zu betreiben und nur die Peripherie und das Monitorkabel an den Platz zu ziehen, von dem aus man den PC verwenden möchte. Je nach Signalleitung können damit selbst ohne viel Aufwand auch Entfernungen bis zu 5m (USB) oder 10m (HDMI/DisplayPort) überbrückt werden, wobei es hier auf die Qualität der Kabel und natürlich auch die verwendete Auflösung ankommt.

Wenn das entspannte und möglichst geräuscharme Spielerlebnis auf dem im Wohnzimmersofa der Haupteinsatzzweck ist, dann kann man auch darüber nachdenken, den PC ggf. noch weiter weg (z.B. im Arbeitszimmer) lärmen zu lassen und sich nur Bild und Peripherieverbindung an den Fernseher zu streamen. Das geht zum Beispiel mit Steam Link, wobei die entsprechenden Clients in modereren SmartTVs bereits als Software verfügbar sind und man nicht einmal eine separate Hardware beschaffen muss (wobei beim Steam Link das Hardwarelimit bzgl. Auflösung bei 1080p liegt). Eine andere Option ist ein Lösung auf Basis von Moonlight Stream, was auch Auflösungen von bis zu 4k und Bildwiederholraten von bis zu 120 fps erlaubt. Bei allen Lösungen, in der ein Bild in guter Qualität und hoher Auflösung übertragen werden muss, sollte eine gute LAN-Verbindung zwischen den Geräten vorhanden sein. Es ist zwar prinzipiell möglich, diese Kombinationen auch über WLAN zu betreiben, aber davon ist definitiv abzuraten, es sei denn, ihr wollt eure Spiele in 640x480 streamen oder beabsichtigt, dieses Setup nur für Solität- bzw. Minesweeper zu verwenden.

Aus eigener Erfahrung kann ich hier berichten, dass sich sowohl mit SteamLink als auch mit einer Moonlight-Stream-Lösung die meisten Spiele wie Assassins Creed, Skyrim oder The Witcher perfekt vom Wohnzimmersofa aus betreiben lassen. Was sicher weniger gut funktioniert, das sind eher kompetetive Shooter wie Battlefield oder Call Of Duty, aber bei diesen sitzt man ja meist sowieso mit Kopfhörer und Teamspeak vor dem PC. Und im Eifer des Gefechts stört ein gegebenenfalls doch vorhandenes Lüftergeräusch dann doch weniger.

Veröffentlicht am: 16.06.2021

Inhaltsverzeichnis

  1. Allgemeines — warum ist mein PC laut?
  2. Woher kommt denn nun der Krach in meinem PC?
    1. Festplatten
    2. Grafikkarten
    3. Lüfter (z.B. CPU-Lüfter und Gehäuselüfter)
    4. Wasserkühlungen
    5. Netzteil
    6. Spannungswandler — Spulenfiepen
  3. Geräuschreduktion durch gedämmte Gehäuse
  4. Verlagerung des PCs an einen anderen Ort
Author: Udo Rietschel

Autor: Udo Rietschel

Udo ist einer der beiden Gründer der Argotronic UG (haftungsbeschränkt). Er schreibt Software, seit er seinen ersten Computer in die Hände bekam (einen ZX Spectrum 48k im Jahr 1988, als er noch in der DDR lebte; ein Land, das heute nicht mehr existiert - genau wie sein ZX Spectrum).
Als Software-Ingenieur entwickelt er Software für autonome Fahrzeuge, sowie Argus Monitor, die — seiner (voreingenommenen) Meinung nach — derzeit beste Software zur Lüftersteurung unter Windows.